Global: "weaker" commodities and "stronger" yen - or "stronger" dollar and "weaker" markets? (auf German)

Bloomberg Television Deutschland
15th August 2008
13:38

Themen

 1.    Wieso die ploetzlich so schwachen Rohstoffpreise?

·         Haengt alles mit dem Dollar zusammen: wenn Anleger den Dollar verkauft haben, sind sie in Rohstoffe eingestiegen.

·         Also stimmt das Gegenteilige ebenfalls: wenn Anleger den Dollar kaufen, steigen sie aus Rohstoffen aus.

·         Ebenfalls gilt: der Dollarkauf ist seit neuerem mit dem Aktienmarkteinstieg gekoppelt

·         Ergo legen Aktienmaerkte mit Dollarstaerke zu

·         Man sieht also, dass “die neue Anlagewelt” wohl aus entkoppelten Anlagekategorien besteht

2.    China: wieso kein “Olympiadefieber”

·         Hiermit lagen wir aber ganz schief!

·         Wie viele, meinten auch wir, die Maerkte in China und somit Hong Kong wuerden kurzfristig stark zulegen

·         Man kommt ja immer etwas klueger aus dem Rathaus heraus: seit dem 8.8. sind die chin. Maerkte weiterhin abgefallen

·         Gruende:

1.    die Beamten, die den Aktienmarkt dort verwalten, wollen ihn auch noch bestimmen, d.h. deren Richtung bestimmen

2.    die Inflationszahlen scheinen gefaehrlich auszusehen – auch wenn ich der Meinung bin, die Zentralbank kann kaum gegen Rohstoffinflation ankaempfen

 

3. Wie geht die Marktreise also weiter in China – gerade nach Abschluss der Olympiaden am 22. oder 23. ds. Ms?

·         Wie immer im Gastgeberland gibt es einen irrsinnigen “Kopf” nach dem Abschluss

·         Also werden die Maerkte dort erst recht stark abfallen

·         Allerdings wird die Regierung versuchen, dem entgegenzuarbeiten dergestalt, dass sie mit massiven Infrastrukturprojekten ankommt

·         Jedoch werden Einzelanleger, die zunehmend um ihre Jobs banken, nicht ueberzeugt sein

·         Also ist China in Spar-, also nicht in Anlagestimmung!

 

“4” Japan: Sie sind ja immer Wachstumspessimist gewesen. Ihre Stellungnahme zu den juengsten Wirtschaftszahlen Japans?

·         Leider bestaetigen sie meine leisesten Befuerchtungen: die Wirtschaft stagniert, und zwar strukturell, also nicht nur aufgrund einer sich verschlechternden Wirtschaftszeit

·         Die Arbeitslosigkeit nimmt also zu, und die Regierungspopularitaet weiterhin ab

·         Also bleibt das Land auf richtungsloser Strecke

·         Anlagefazit: die Maerkte dort garnicht erst anruehren!

 “5” Und der Yen vor so einem duestern Wirtschaftshintergrund?

·         Er wird nur vom Marktrisiko her geleitet: je sicherer sich die Anleger sind, desto mehr “carry trades” legen sie an.

·         In dem Fall werden Billigyen “gepumpt”, sofort aber verkauft, um in Anlagen anderer Waehrungen einzusteigen.

·         Insofern kann man feststellen: die Marktsicherheit geht mit der Yenschwaeche Hand in Hand

·         Beispiel: falls Israel Iran attackierte, wuerde m.E. der Yen stark abgleiten, weil jeder ueberzeugt sein wird, dass die Preise vom Gold sowie Oel stark ansteigen

·         Also werden diese “idiotensicheren” Anlagen mit Billigyen finanziert!

 

6        Und wie sieht es mit Suedostasien aus?

·         Nicht vielversprechend, gerade aufgrund der sich verschlechternden politischen Stimmung

·         In Thailand spitzen sich die Zwistigkeiten zwischen dem Dreieck – Koenigshaus, Samak- und Thaksinanhaengern – stark zu.

o        M.E. greift das tief respektierte Koenigshaus stark durch, und hat jetzt sogar den Thaksin die Rueckreisemoeglichkeit ganz entzogen!

o        Nun hat der Thaksin allerdings Myanmar stark mitfinanziert, und somit kann er aussenpolitische Feuer in Thailand selber schueren

o        Ob der Samak ueberhaupt bleibt glaube ich kaum

o        Eher gehe ich davon aus, dass das Koenigshaus eine “tabula rasa” einfuehren will, um endich Ruhe im Lande wieder herzustellen

·         Die Dinge sehen etwas anders in Malaysien aus:

o        dort gibt es kein tiefrespektiertes Koenigshaus

o        aber aehnlich zu Thailand sind die beiden Regierungsparteien eher als schwach zu bezeichnen

·         Leider ziehen diese beiden Riesen – Thailand und Malaysien – das wesentlich kleinere Singapur mit nach unten

·         Anlagefazit: die Finger ganz von Sueostasien lassen!

 

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