Global: "weaker" commodities and "stronger" yen - or "stronger" dollar and "weaker" markets? (auf German)
Themen
1. Wieso die ploetzlich so schwachen Rohstoffpreise?
· Haengt alles mit dem Dollar zusammen: wenn Anleger den Dollar verkauft haben, sind sie in Rohstoffe eingestiegen.
· Also stimmt das Gegenteilige ebenfalls: wenn Anleger den Dollar kaufen, steigen sie aus Rohstoffen aus.
· Ebenfalls gilt: der Dollarkauf ist seit neuerem mit dem Aktienmarkteinstieg gekoppelt
· Ergo legen Aktienmaerkte mit Dollarstaerke zu
· Man sieht also, dass “die neue Anlagewelt” wohl aus entkoppelten Anlagekategorien besteht
2. China: wieso kein “Olympiadefieber”
· Hiermit lagen wir aber ganz schief!
· Wie viele, meinten auch wir, die Maerkte in China und somit Hong Kong wuerden kurzfristig stark zulegen
· Man kommt ja immer etwas klueger aus dem Rathaus heraus: seit dem 8.8. sind die chin. Maerkte weiterhin abgefallen
· Gruende:
1. die Beamten, die den Aktienmarkt dort verwalten, wollen ihn auch noch bestimmen, d.h. deren Richtung bestimmen
2. die Inflationszahlen scheinen gefaehrlich auszusehen – auch wenn ich der Meinung bin, die Zentralbank kann kaum gegen Rohstoffinflation ankaempfen
3. Wie geht die Marktreise also weiter in China – gerade nach Abschluss der Olympiaden am 22. oder 23. ds. Ms?
· Wie immer im Gastgeberland gibt es einen irrsinnigen “Kopf” nach dem Abschluss
· Also werden die Maerkte dort erst recht stark abfallen
· Allerdings wird die Regierung versuchen, dem entgegenzuarbeiten dergestalt, dass sie mit massiven Infrastrukturprojekten ankommt
· Jedoch werden Einzelanleger, die zunehmend um ihre Jobs banken, nicht ueberzeugt sein
· Also ist China in Spar-, also nicht in Anlagestimmung!
“4” Japan: Sie sind ja immer Wachstumspessimist gewesen. Ihre Stellungnahme zu den juengsten Wirtschaftszahlen Japans?
· Leider bestaetigen sie meine leisesten Befuerchtungen: die Wirtschaft stagniert, und zwar strukturell, also nicht nur aufgrund einer sich verschlechternden Wirtschaftszeit
· Die Arbeitslosigkeit nimmt also zu, und die Regierungspopularitaet weiterhin ab
· Also bleibt das Land auf richtungsloser Strecke
· Anlagefazit: die Maerkte dort garnicht erst anruehren!
“5” Und der Yen vor so einem duestern Wirtschaftshintergrund?
· Er wird nur vom Marktrisiko her geleitet: je sicherer sich die Anleger sind, desto mehr “carry trades” legen sie an.
· In dem Fall werden Billigyen “gepumpt”, sofort aber verkauft, um in Anlagen anderer Waehrungen einzusteigen.
· Insofern kann man feststellen: die Marktsicherheit geht mit der Yenschwaeche Hand in Hand
· Beispiel: falls Israel Iran attackierte, wuerde m.E. der Yen stark abgleiten, weil jeder ueberzeugt sein wird, dass die Preise vom Gold sowie Oel stark ansteigen
· Also werden diese “idiotensicheren” Anlagen mit Billigyen finanziert!
6 Und wie sieht es mit Suedostasien aus?
· Nicht vielversprechend, gerade aufgrund der sich verschlechternden politischen Stimmung
· In Thailand spitzen sich die Zwistigkeiten zwischen dem Dreieck – Koenigshaus, Samak- und Thaksinanhaengern – stark zu.
o M.E. greift das tief respektierte Koenigshaus stark durch, und hat jetzt sogar den Thaksin die Rueckreisemoeglichkeit ganz entzogen!
o Nun hat der Thaksin allerdings Myanmar stark mitfinanziert, und somit kann er aussenpolitische Feuer in Thailand selber schueren
o Ob der Samak ueberhaupt bleibt glaube ich kaum
o Eher gehe ich davon aus, dass das Koenigshaus eine “tabula rasa” einfuehren will, um endich Ruhe im Lande wieder herzustellen
· Die Dinge sehen etwas anders in Malaysien aus:
o dort gibt es kein tiefrespektiertes Koenigshaus
o aber aehnlich zu Thailand sind die beiden Regierungsparteien eher als schwach zu bezeichnen
· Leider ziehen diese beiden Riesen – Thailand und Malaysien – das wesentlich kleinere Singapur mit nach unten
· Anlagefazit: die Finger ganz von Sueostasien lassen!




